Samstag, 21. Februar 2009

Mexiko, Baja California - der Sueden

Wuesten, Gebirge und Straende - von San Jose del Cabo bis nach Tijuana. Das 1'300 Km lange Baja California ist fuer viele die schoenste Halbinsel Nordamerikas. Die durchgehende Teerstrasse "Carretera Transpeninsular" oder kurz die MEX 1 erstreckt sich vom Norden bis zur Suedspitze und verlaeuft sowohl an der Ost- als auch an der Westseite der Halbinsel. Die eigentlichen Highlights befinden sich jedoch abseits der MEX 1.



In Baja California haben wir uns in San Jose del Cabo einer Gruppe angeschlossen. Acht abenteuerlustige Personen und eine Leiterin machten sich am 31.1.09 auf in Richtung Norden. Wir hatten alles mit dabei - Fahrzeug, Anhaenger, komplette Kueche und Zelte. Das ermoeglichte uns, auch abseits der MEX 1 und der Doerfer unsere Nachtlager aufzuschlagen. Es war vielleicht schon manchmal etwas unbequem waehrend so langer Zeit im Zelt zu schlafen, aber die Aussicht und die schoene Umgebung beim Aufstehen entschaedigte fuer vieles. Oben seht ihr das traumhafte Küstencamp in der Region von La Paz.



In der Bahia (Bucht) La Paz liegen verschiedene interessante Inseln. Eine davon, die Isla Espiritu Santo, wird von verspielten Seeloewen bewohnt. Es war ein riesen Spass, mit diesen flinken, neugierigen Tieren im Meer zu schwimmen und ein wenig zu spielen.



Nahe dem Staedtchen Loreto ging es das erste Mal in die Berge. In der Sierra de los Gigantes erkundeten wir bei einer Tageswanderung die interessante Landschaft mit Schluchten, roten Felsen und gruenen Kakteen. Die Giganten (Berge) sind zwar nicht ganz so hoch wie in der Schweiz, aber mit fast 2'000 Metern schon ganz beachtlich.



In dieser Hoehe koennen die Naechte auch hier ziemlich frisch werden. Wir waermten uns am Morgen mit einem heissen Kaffee auf und schauten den Geiern zu, die sich in den ersten Sonnenstrahlen sonnten und ebenfalls aufwaermten.



Von San Ignacio ist es nicht weit bis zur Bahia de Ballenas. Dort geniessen von Dezember bis Maerz hunderte Grauwale die warmen Gewaesser. Mit kleinen Booten (nur 5 Personen) fuhren wir hinaus und liessen uns zwischen den Walen treiben. Da unser Boot (ca. 6 Meter) kleiner war als die Wale (ca. 14 Meter) waren wir fuer sie keine Gefahr. Manch einer wollte es ganz genau wissen und naeherte sich dem Boot bis auf ein paar Meter an. Auge in Auge mit den Giganten der Meere - fuer uns immer wieder ein ganz spezielles Erlebnis!



Zur Tour gehoerte auch ein 3-taegiges Trekking in die Sierra San Franzisco. In dieser abgeschiedenen Gegend befinden sich praehistorische, geschuetzte Felszeichnungen. Mit Mulis wurden unser Gepaeck und unsere Zelte den steilen, schmalen Pfad hinab in den Canyon transportiert. Nach einem 3-stuendigen Marsch erreichten auch wir (nach den Mulis) die Ranch, wo wir fuer 2 Naechte unsere Zelte aufgeschlagen haben.



Am zweiten Tag erkundeten wir zu Fuss die Felsmalereien, die sich in verschiedenen Hoehlen befinden. Unsere Wanderung fuehrte vorbei an tiefen Schluchten, Palmenoasen und durch steinige Flussbette.



Die erlebnisreichen Tage liessen wir am Lagerfeuer mit einem kraeftigen Schluck Tequila ausklingen. Begleitet durch die spannenden (und vielleicht nicht immer ganz wahren) Geschichten unserer zwei mexikanischen Guides Ramon und Victor.

1 Kommentar:

  1. Hola chicos,

    Vielen herzlichen Dank für den hervorragenden Bericht. Ihr kennt jetzt bestimmt mein Land besser als ich.

    Die Bilder sind Traumhaft. Diese Landschaften sind zwar zum Teil karg aber auch hie und da Paradies ähnlich. Die Einfachheit der Reise macht Eure Erlebnisse einmalig. Ich kann Euch nur beneiden.

    Der Mexikaner erzählt gerne Gesichten, welche nur über Mund Überlieferung weiter gegeben werden. Somit ist Realität und Fantasie sehr nahe beieinander...

    Der Mexikaner Antonio

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Andy und Manuela freuen sich über Eure Kommentare