Samstag, 21. Februar 2009

Mexiko, Baja California - der Norden

Am 11. Februar haben wir vom suedlichen in den noerdlichen Teil von Baja California gewechselt (immerhin 1 Std. Zeitdifferenz!). Die Landschaft und die Erlebnisse blieben aber unveraendert traumhaft und aussergewoehnlich.



Im Nationalpark Ojo de Liebre am Pazifik hatten wir ein weiteres Mal die Moeglichkeit Grauwale zu beobachten. Die Lagune ist sehr geschuetzt und das Wasser ist dadurch ruhig und warm. Ideale Voraussetzungen fuer die Walkuehe um ihr Jungen zur Welt zu bringen. Der Nationalpark zaehlte an diesem Tag rund 320 Muttertiere mit je einem neugeborenen Kalb. Das Verhalten der Tiere war natuerlich anders als bei unserem ersten Wahlewatching. Die Muetter waren vorsichtig und beschuetzten ihre Jungen. Wie im Bild zu sehen ist, beobachtet die Mutter mit Argusauge unser Boot, waehrend das Junge geschuetzt ganz nahe bei ihr schwimmt.



Der Weg in die Sierra San Borja ist beschwerlich, aber die groessten Carton-Kakteen der Insel wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Die holprige Staubpiste fuehrte vorbei an der Missionskirche San Borja direkt hinein in eine fantastische Kakteenlandschaft.



Bei einem riesigen Carton schlugen wir unser Lager auf. Einmal mehr Bushcamp und Fruehstueck in freier Natur unter stahlblauem Himmel. Waehrend dem Einschlafen hoerten wir seltsame Geraeusche um unser Zelt herum. Am naechsten Morgen stellte sich heraus, dass ein Kojote unser Lager heimgesucht hatte. Sebastian, der auch in dieser Nacht im Freien schlief, konnte den Schnueffler beobachten.



Waehrend einer Tageswanderung erkundeten wir dieses Tal und spazierten (ganz vorsichtig) durch den stachligen Kakteenwald. Ein Carton in dieser Groesse, wie auf dem Bild, ist mehrere hundert Jahre alt. Diese Riesen versetzten uns wirklich ins Staunen! Nebst den Carton-Kakteen sahen wir auch viele andere Kakteen-Arten in allen Groessen und Farben.



Nach einigen Tagen im Busch erreichten wir an der Kueste das Staedtchen Bahia de los Angeles, wo uns ein angenehmer Campingplatz mit einer heissen Dusche erwartete. Welch Wohltat! In der Bahia de los Angeles, im Golf von Kalifornien, liegen viele kleinere und groessere Inseln. Diese Inseln bieten verschiedenen Vogelkolonien ein zu Hause. Waehrend unserer Bootstour begleiteten uns im Wasser Seeloewen und in der Luft Geier, Fischadler, Kormorane, Pelikane und Toelpel aller Art.



Sonntag, 15. Februar 2009, 06.10 Uhr (ja wir sind so frueh aufgestanden!), Sonnenaufgang in der Bahia de los Angeles.



Der letzte Nationalpark den wir durchquerten war der Parque National de Desierto Central. Die sogenannten Boulder Fields erstrecken sich nur ueber einige Kilometer und niemand weiss so genau, wie die Felsbrocken eigentlich hier her gekommen sind. Denn rund um die Boulder Fields herum hat es nur sehr karge Wuestenlandschaft. Wir spazierten durch diesen besonderen Garten und genossen die immer wieder wechselnden Formen der Steinformationen.



Zum Schluss unserer Baja-Tour ueberquerten wir die Grenze in Tijuana und reisten wieder in die USA ein. Ein buntes Treiben erwartete uns beim Grenzuebergang. Viele Haendler bieten den wartenden Autos ihre mehr oder weniger nuetzlichen Waren feil. Ein wildes Durcheinander und gute Unterhaltung waehrend der langen Wartezeit!

In San Diego verabschiedeten wir uns am 20. Februar von unseren Reise-Gschpaendli. Wir haben viel gemeinsam erlebt und eine tolle Zeit zusammen verbracht. Baja ist definitiv eine Reise wert!

1 Kommentar:

  1. Ich bin mit Euch beide einverstanden:

    Baja California Norte y Baja California Sur sind in der Tat eine Reise wert.

    Wir müssen beginnen zu planen...

    Ja gut vielleicht nicht eine all zu lange Reise, aber bestimmt ein Paar Wochen.

    Antonio (Ja, Latin Shark)

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